Am 7. Februar stand der 32. Eifelmarathon an. Diesmal war die Tour von Anfang an als Zweitagestour geplant – das war bisher nicht so. Allerdings sind in den letzten Jahren ohnehin die allermeisten immer mit dem Rad zurückgefahren.
Der erste Teilnehmer, der sich meldete, war Stefan Schumann. Er bot an, das Begleitauto zu fahren. Damit war ein großer Teil der Organisation bereits abgedeckt. Kurze Zeit später fand sich mit Willi Kaiser auch ein Begleiter für Stefan. Das ist eine besondere Ehre, denn Willi hat dieses Event 1993 erfunden und es über 20 Jahre zu der Legende aufgebaut, die es heute ist. Auch in diesem Jahr fanden sich wieder einige verrückte Radler – zehn an der Zahl –, die bereit waren, diese anspruchsvolle Tour in Angriff zu nehmen. Einige aus dem Verein, einige, die bereits seit Jahren dabei sind, und auch ein Radler, der zum ersten Mal mitfuhr. Das dürfen im nächsten Jahr gerne wieder mehr werden.Eigentlich beginnen die Berichte über die Eifeltour immer mit dem Wetter, denn um diese Jahreszeit ist es normalerweise kalt, regnerisch oder Schnee und Eis erschweren das Radlerleben. Diesmal jedoch war es trocken, die Sonne lachte vom Himmel und in der „Mittagshitze“ wurden sogar 10 Grad erreicht. Da das Wetter also kein Hindernis war, musste die Strecke eben etwas schwerer sein – und das war sie auch.
Helmut, ein langjähriger Mitfahrer, der in der Region wohnt, hat einen großen Teil zur Streckenfindung beigetragen. In diesem Jahr war es eine der schönsten Strecken, die wir je gefahren sind – allerdings mit gut 1.000 Höhenmetern mehr als sonst. Bereits in Altenberg ging es los mit einer Schiebepassage. Schlammwege und einige Trails machten den Start nicht leichter. Die Wahner Heide wurde durchquert, und am Rhein war die Fahrt zunächst entspannt, doch dann kam die Eifel: Höhenmeter ohne Ende und berüchtigter Klebeschlamm forderten den Fahrern alles ab.
Wie eigentlich immer auf dieser Tour schwächelte hier und da auch das Material. Eine fehlerhaft montierte Bremsscheibe wurde schnell repariert. Eine andere löste sich sogar komplett vom Rad – das hätte böse enden können. Mit Hilfe einer Zange von der freiwilligen Feuerwehr, die am Wegesrand ihr Domizil hatte, konnte auch dieser Schaden behoben werden und die Fahrt ging weiter.Am Ende wurde es recht spät, doch die Adler flogen gerade noch rechtzeitig ins Ziel: das Hotel Eifelsteig in Neroth. Dort erwartete uns ein ganz hervorragendes Abendessen im dazugehörigen Restaurant „Mausefalle“. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an das Team des Hotels – wir haben uns sehr wohlgefühlt.
Das war auch notwendig, denn am nächsten Tag stand die Rückreise mit dem Rad an. Traditionell wurde mehr auf der Straße gefahren, doch die gut 150 Kilometer mussten trotzdem erst einmal bewältigt werden. Zwei Fahrer nahmen diese Herausforderung nicht an und nutzten dankbar das Begleitauto. Diese Ausstiegsoption ist extrem wertvoll, und hoffentlich finden sich auch im nächsten Jahr wieder Freiwillige, die ein Begleitauto stellen.Als ich die Jungs im Moment der höchsten Erschöpfung fragte, ob wir nächstes Jahr die Nummer 33 angehen, erntete ich nur verständnislose Blicke – gefolgt von einem eindeutigen:
„Wann geht’s los?“
Traditionell Ende Januar oder Anfang Februar 2027.
Die Anmeldung ist eröffnet.